Im Jahr seines 81. Geburtstages setzte Benedikt XIV. seinen Anspruch fort, Dialog und Frieden zwischen den verschiedenen Religionen und Kulturen der Welt untereinander als auch mit der katholischen Kirche zu fördern.

Amerikareise

Zu Beginn des Jahres folgte der Heilige Vater einer Einladung der Vereinten Nationen und der USA und besuchte das Weiße Haus sowie ‘Ground Zero’, den Ort des Terroranschlags vom 11.September 2001. Vor der UNO-Vollversammlung forderte der Papst “vorbeugende Konfliktlösungen”, verurteilte Alleingänge bei Konfliktlösungen und setzte sich für eine Stärkung der Menschenrechte ein. Der Besuch des Papstes wurde jedoch überschattet von umfassenden Missbrauchskandalen, zu denen sich Benedikt in beschämter Form äußerte.
Weitere Reisen des Papstes führten diesen nach Frankreich, wo eine Vorlesung an einer Pariser Universität abhielt, zum Weltjugendtag nach Australien sowie nach Sardinien, Genua und weitere italienische Städte.

Kirchliches

Die Wiederzulassung des tridentinischen Ritus durch Benedigt XIV. machte eine Neufassung der Karfreitag-Fürbitte notwendig. Mehrere vom Papst hierfür vorgesehene Formulierungen, welche das Beten für die Erleuchtung der Juden beinhalteten, ernteten der katholischen Kirche Kritik und Verärgerung seitens jüdischer Vertreter.
Des Weiteren setzte Benedikt XIV. seine Tendenz zur Annäherung an die orthodoxe Kirche fort und förderte den Dialog mit dem Islam durch den Empfang einer schiitischen Delegation von Muslimen im Mai 2008, welcher eine gemeinsame Erklärung folgte.

Am Ende des Jahres wiederholte der Heilige Vater seine Forderung nach Dialog und Verhandlungen, “um die Spannungen innerhalb der einzelnen Länder zu überwinden und gerechte und dauerhafte Lösungen zu finden”.